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Wie wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung für die Konzentration und den Lernerfolg?

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Ist es nicht starrsinnig zu verlangen, dass alle Kinder zur gleichen Zeit das gleiche können müssen?

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Lernen ist ein Prozess zu dem Fehler dazugehören - brauchen wir daher nicht ein tolerantes Bewertungssystem?

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  • Dieses Streitthema ist wirklich ein Klassiker. Sollen und müssen wir unsere Kinder benoten? Wir machen uns derzeit auch Gedanken über dieses Thema und sind gerade dabei ein alternatives Bewertungssystem zu erarbeiten, mit dem wir ein Mittelweg gehen wollen. Zum einen sind Noten ein praktikables und einfaches Mittel um den Lern- und Entwicklungsstand eines Kindes zu erfassen und mit anderen Kindern vergleichen zu können. Hierbei darf aber keinesfalls vergessen werden, dass es sich bei der Benotung von Schülern lediglich um eine punktuelle Leistungsbewertung anhand von standardisierten Kriterien handelt, welche auch immer von der Subjektivität des Bewertenden mit beeinflusst ist und niemals adäquat etwas über die wirklichen potenziale und den gegenwärtigen Entwicklungsstand eines Schülers aussagen kann. Nach unserer Ansicht sollten Noten daher primär nur ein Feedback für Schüler und Schülerinnen darstellen, an denen Sie sich bzgl, ihres Lernfortschrittes orientieren sollen. Das Problem an einem Bewertungssystem mit Ziffernnoten ist also gar nicht so sehr die Benotung an sich, sondern welchen Wert diesen Noten innerhalb des bestehenden Schulsystems immanent beigemessen wird. Für uns ist klar: Schulnoten können eine wichtige Orientierung für Lehrer, Schüler und Eltern bieten, um einen Überblick über aktuellen Stärken und Schwächen zu bekommen. Schüler und Schülerinnen dürfen aber nicht lediglich auf Noten reduziert werden und erst recht nicht ihren Selbstwert daran orientieren. Deswegen wollen wir ein Bewertungssystem konzipieren, welches in Kombination mit einer flexiblen Lern- und Zeitstruktur, eine höhere Fehlertoleranz aufweist. Es muss wieder zur Selbstverständlichkeit werden, dass Fehler zum Lernprozess dazugehören und nicht durch schlechte Noten sanktioniert werden dürfen.
  • In den letzten Jahren ist das Thema von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung immer mehr ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Meistens wird es jedoch nur als Garant für körperliche Gesundheit und Fitness betrachtet und außer Acht gelassen, dass die Ernährung sich auf fast allen Lebensbereichen unseres Alltags auswirkt und daher auch für die Lern- und Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder essenziell ist. Bedauerlicherweise ist unser Ess- und Trinkverhalten in einer immer stressgeprägteren Welt häufig nur ein gedankenloser Automatismus, um sich einen schnellen Energieschub für den Tag zu verschaffen. Zucker und Koffein werden zu einer Art Droge, um seinen Körper schnell auf Hochleistung zu bringen und ein kurzzeitiges Glücksgefühl zu erhaschen. Es ist fast bezeichnend für den Zeitgeist unserer Gesellschaft, dass wir eher intensive und schnelle anstatt nachhaltige und konstante Wirkungen erzielen wollen. Scheinbar energievoll und euphorisiert starten so viele Eltern und Kinder in den Tag, ohne sich darüber wirklich bewusst zu sein, dass das innere Feuer, welches sie entfacht haben, nur ein Strohfeuer ist. Bereits nach kurzer Zeit ist die anfängliche Energie verflogen und es folgt ein Glücks- und Konzentrationstief, welches dann schnell, mit dem Griff zur nächsten handlichen "Zucker- und Kalorienbombe" kompensiert wird. Die biochemische und metabolische Achterbahnfahrt beginnt, in der Kinder vom Energiehoch zum Energietief rasen und eine konstante Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit längst nicht mehr möglich ist. Die Höhen und Tiefen spiegeln sich dann auch in einem wankelmütigen Verhalten wieder. Erkündigt man sich dann bei den Schülern und Schülerinnen, was sie denn heute gegessen haben, ist man bei den Antworten hin und wieder schockiert. Noch schockierender sind aber die Wissenslücken und Irrtümer, die zu Tage treten, wenn man sich mit den Schülern über das Thema Ernährung unterhält. Pommes mit Mayo sind in der Vorstellungswelt eines nicht unerheblichen Teils dieser Schüler etwas richtiges zu Essen und Zuckerwatte kann man ja auch bedenklos verzehren, da es sich um leichte Kost handelt. Natürlich sind das erstmal nur Beispiele, die zunächst keinen allgemeinen Schluss zulassen. Ausgehend vom bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey sind jedoch in Deutschland 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig und 6,3 % davon leiden sogar unter Adipositas. Hochgerechnet und in absoluten Zahlen ausgedrückt, sind das 1,9 Millionen Kinder, die in Deutschland an übergewicht leiden, wobei die Tendenz steigend ist. Die Zahl ist zwar nicht unerheblich erscheint jedoch auch nicht hoch genug um eine allgemeine Problemlage erkennen zu lassen. Bedenkt man aber, dass sich bei den 1,9 Millionen Kindern das fehlende Bewusstsein und die Unkenntnis von einer gesunden Ernährung lediglich in Form des Übergewichtes und der Adipositas niedergeschlagen hat, so kann höchstwahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass die Zahl derer die sich ungesund ernähren weitaus höher ist. Es sollte zumindest ernsthaft darüber dsikutiert werden, ob das Thema Ernährung nicht wesentlicher Bestandteil des Schulalltages werden sollte, insbesondere da das Risiko für Übergewicht und Adipositas nach der Studie bei Kindern aus Familien mit niedrigen Sozialstatus nochmals erhöht ist. Quelle: Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 2007, Volume 50, Number 5-6, Page 736 B.-M. Kurth, A. Schaffrath Rosario https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-007-0235-5

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